Zwischenhändler hau endlich ab

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Wachstumsaktien haben zum Charakter, dass sie einen sehr großen, adressierbaren Kundenkreis haben. Entweder sie finden Ihre Kunden in den unermesslichen Weiten des Internets oder sie können die Welt mit endlos vielen Filialen überziehen. Als die Mutter aller Interneter gilt Amazon und bei den Filialern ist es McDonalds

Im Internet scheint der Motor zu stottern, denn irgendwie verdienen die Interneter als klassische Zwischenhändler nicht genug Marge. Die Inhaber der Marken räumen ihnen nur 10% Rabatt ein oder geben ihnen die Ware der Vorsaison und gleichzeitig verlangen die Transporteure mehr Porto. Das Kundenpublikum der Internethändler ist ziemlich lausig. Trägt Anziehsachen und schickt es zurück oder ist untreu und wechselt zum nächsten Anbieter. Nach 10 Jahren Internet findet sich kein hochkarätiges Zusatzklientel mehr. Zalando wächst langsamer, bei Lieferando wird das Essen kalt, bei Zooplus winselt der Hund und bei Shop Apotheke geht nur rezeptfrei.

Und bei den Filialisten? Auch doof: Vapiano ist nicht mehr „in“, Gerry Weber hat zuviele Kollektionen und zuviele Läden, TomTailor schrumpft und bei Hello Fresh will keiner noch mehr Foodboxen abonnieren. In England sind Jamie Oliver und Pizza Express fast pleite. Systemküchen machen die Menschen satt aber nicht zufrieden.

Deshalb wird es Zeit sich auf Aktien zu konzentrieren, wo das Produkt oder die Dienstleistung ein besonderes Know How verlangt. Gehen Sie doch mal im Buch Finanztherapie die Branchenliste durch und schauen in welchem Metier besonderes Wissen benötigt wird. Anschließend sehen Sie in der Aktienliste nach welche Unternehmen sie dort passend zur Branche finden.